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MARDER EIN ALLESFRESSER

Marder in Aktion

Anfang der Fünfzigerjahre war der Steinmarder (martes foina) bei uns fast ausgerottet: Wegen ihres Fells wurden die schlanken, knapp katzengroßen Raubtiere gnadenlos gejagt. Seither ist der Bestand in Deutschland auf einige 100.000 Tiere angewachsen.

Kennzeichen der Marder:

Etwa so groß wie eine Katze, aber etwas kurzbeiniger. Semiplantigrad (Halbsohlengänger). Hell- bis dunkelbraunes Fell mit dottergelbem Kehlfleck, der meist nicht bis auf die Vorderbeine reicht. Der Baummarder hat eine schwarze Nase (Steinmarder fleischfarben) und stark behaarte Sohlen (Steinmarder unbehaart).



 

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Baummarder

Kopf-Rumpflänge 410-520 mm / Schwanzlänge 210-300 mm / Hinterfußlänge 80-100 mm / Ohrlänge 40-50 mm / Gewicht m 1,2-2,4 kg / Gewicht f 0,8-1,4 kg / Condylobasallänge 75-90 mm / Zygomatische Breite (Jochbogenbreite) 43-53 mm


Steinmarder

kurzläufiger, gedungener, Kehlfleck immer weiß, meist nach unten gegabelt, Ohren weiter auseinanderreichend.


Lebensraum und Lebensweise der Marder

Die Baummarder bevorzugen zusammenhängende Laub- und Nadelwälder, gelegentlich auch in offenen Felsblocklandschaften. Sind meist Einzelgänger, überwiegend nacht- und dämmerungsaktiv und geschickte Kletterer.


Marder und die Nähe zum Menschen

Der Steinmarder suchte übrigens schon immer die Nähe des Menschen. Seit dem Mittelalter ist er als Dach- oder Hausmarder bekannt. Die frühere Scheu vor Großstädten haben sie längst verloren. Parkende Autos wurden einfach in natürlichen Lebensraum mit einbezogen. Das Wissen, dass Motorräume interessante Höhlen darstellen, wird von Generation zu Generation weitervererbt - und breitet sich so von Süden immer mehr nach Norden aus. Steinmarder sind Allesfresser mit ausgeprägtem oralen Erkundungsverhalten: Alles, was interessant erscheint, wird ins Maul genommen, um es beurteilen zu können.


 

Marder in freier Natur

feste Reviere der Marder

Die Marder beanspruchen feste Reviere, wobei die größeren Reviere der Männchen sich mit mehreren Revieren weiblicher Artgenossen überschneiden können. Sie benötigen einen Lebensraum von mehreren Hektaren. Invasionen sind deshalb nicht zu befürchten, denn der Marder verteidigt sein Revier gegen Konkurrenten Die Reviergrenzen werden durch ein besonderes Drüsensekret markiert.

Fortpflanzung:

Die Paarungszeit der Baummarder ist von Juni bis August. Deshalb erreichen die Revierkämpfe im Mai ihren Höhepunkt. Die Jungen werden allerdings erst im März-April des folgenden Jahres geboren. Durchschnittlich besteht ein Wurf aus 2 bis 7 Jungtieren. Die Jungen sind bei der Geburt blind und öffnen erst nach 5 Wochen ihre Augen. Der Nachwuchs wird etwa 8 Wochen lang gesäugt und bleibt dann noch 4 Wochen bei der Mutter, bis sie selbstständig werden und sich eigene Reviere suchen müssen. Baummarder werden im Alter von etwa 2 Jahren geschlechtsreif.


 

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